04.09.2026

Wie ich zur Wildlife-Fotografie kam

Als ich mir damals meine Kamera zugelegt habe, hatte ich noch gar keinen Schimmer davon in was für eine Welt ich da (erst später) abtauchen würde. Ich habe die Fotografie lange Zeit nur als „bessere“ Urlaubsdokumentation genutzt und mich, wenn ich hier in Münster war, nie damit beschäftigt, die Kamera stand dann oft sehr lange nur rum und meine wenigen gerade gelernten Skills waren wieder futsch. Irgendwann im Laufe des Bachelorstudiums durfte ich dann auf eine Exkursion nach Hiddensee und lernte einige Kommilitonen kennen, die ornithologisch schon einiges draufhatten. Da hatte ich das erste Mal diesen Punkt wo mir aufgefallen ist – Hey das kann ja richtig Spaß machen. Und da ich mich an sich ja schon immer fürs Fotografieren begeistert habe, war mein Interesse geweckt. Ich schaute nach einem vernünftigen Tele was nicht allzu teuer ist und holte mir das E 70-350 mm f4,5-6,3 von Sony, welches auch super war. Allerdings hatte ich keine Ahnung, was ich überhaupt fotografieren soll und wonach ich suchen muss. Ich war schlichtweg überfordert und meine Begeisterung war schnell weg, denn es war Winter, wenig Tiere draußen und alles Grau. Dann irgendwann war ich bei meinen Eltern und schaute die Postkarte an, die schon länger dort stand. Auf Ihr war ein Eisvogel zu sehen, zwar gemalt aber dennoch wunderschön und imposant. Und da der Eisvogel irgendwie schon immer Thema bei uns in der Familie war und mein Vater immer erzählte, wenn er mal wieder einen gesehen hatte, kam ich auf die Idee – das ist mein Ziel! Einen Eisvogel gut zu fotografieren aber erstmal überhaupt zu sehen, denn zu dem Zeitpunkt hatte ich selbst noch keinen zu Gesicht bekommen. Mit neuer Energie und Motivation zog ich also los und was soll ich sagen…

Seitdem habe ich viele Bilder gemacht und gerade dieses Losziehen und etwas Suchen oder sich einfach mal berieseln lassen von dem, was so kommt gibt mir einfach so viel zurück. Was für andere vielleicht nur irgendein Vogel ist, kann für mich das Highlight des Tages werden und das liebe ich so sehr daran.

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